Stevia – Gewichts Krontolle auf Basis eines Süssungsmittels natürlichen Ursprungs

Immer mehr Gesundheits- und Ernährungsorganisationen befürworten die Verwendung von nicht-nutritiven Süßungszusätzen als Hilfe zur Kalorienreduzierung bei der Gewichtskontrolle und -abnahme.1 Für viele Menschen wird Stevia zusätzlich dadurch als Mittel zur Kalorienreduzierung interessant, weil es natürlichen Ursprungs ist. Als natürlicher Süßungszusatz ist Stevia für die ganze Familie geeignet und hilft, Süßes zu genießen und gleichzeitig einen natürlichen, gesunden Lebensstil zu pflegen.

Ursprung von Stevia

Stevia stammt aus Südamerika, wo es seit Jahrhunderten als Süßpflanze verwendet wird. Traditionell wurden die Blätter getrocknet und zur Süßung von Mate, Tee und Medikamenten verwendet oder auch einfach als süße Leckerei gekaut. Hunderte von Jahren später wurde es in den 1970ern zum ersten Mal kommerziell in Japan genutzt und erfreut sich seitdem zunehmender Beliebtheit auf der ganzen Welt.Die Stevia-Pflanze ist ein kleines subtropisches Gewächs, das warme Temperaturen, ausreichend Niederschlag und viel Sonne benötigt. Sie wird vor allem in China, Paraguay, Kolumbien, Indien, Kenia und Brasilien angebaut, doch zunehmend auch in den USA und in anderen Ländern. Es gibt über 100 verschiedene Stevia-Arten. Die Art mit den süßesten Blättern ist Stevia rebaudiana Bertoni. Sie wird für die kommerzielle Stevia-Herstellung verwendet. Stevia-Pflanzen sind nicht genmodifiziert (non-GMO).2, 3

Die Süße des Blattes

Abhängig vom regionalen Klima kann die Stevia-Pflanze mehrmals im Jahr geerntet werden. Nach der Ernte werden die Stevia-Blätter getrocknet. Um die süßen Bestandteile der Pflanze, die so genannten Steviolglycoside, zu extrahieren, ziehen die getrockneten Blätter zunächst in warmem Wasser, ähnlich wie Tee. Der flüssige Stevia-Extrakt wird anschließend gefiltert und von den Blättern und anderen Pflanzenbestandteilen abgetrennt. Der Stevia-Extrakt kann dann weiter gereinigt und konzentriert werden, um die gesetzlichen Anforderungen für hochreine Stevia-Extrakte zu erfüllen. Zur Extraktion können gemäß den wichtigsten Lebensmittelsicherheits- und Aufsichtsbehörden darunter der gemeinsame Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe der WHO/FAO (JECFA), die Europäische Kommission und die US- amerikanische Lebensmittelkontroll- und Arzneizulassungsbehörde (FDA)4 Wasser und für die Lebensmittelverarbeitung zugelassener Alkohol verwendet werden.4

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Eine genauere Betrachtung der Steviolglycoside

Die Blätter der Stevia rebaudiana Bertoni enthalten mehrere Steviolglycoside, jene Bestandteile, die Stevia seine intensive Süße verleihen. Alle Steviolglycoside besitzen dasselbe chemische Grundgerüst.5 Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Steviolglycosiden bestehen in der Anzahl und Anordnung der Zuckermoleküle, die dem Grundgerüst anhaften. Im Allgemeinen sind die wichtigsten Glykoside, die in den Steviablättern vorkommen, Rebaudiosid A, Steviosid und Rebaudiosid C. Andere weniger häufig vorkommende Steviolglycoside in den Steviablättern sind Rebaudiosid B, D, E und F, Dulcosid A, Steviolbiosid und Rubusosid.6 Steviolglycoside unterscheiden sich in ihrer Süße und in ihrem Geschmack, können aber 200-300 Mal süßer als Zucker sein.Gereinigter Stevia-Extrakt kann ein Stevioglycosid, wie zum Beispiel Rebaudiosid A, oder eine Kombination mehrerer Steviolglycoside enthalten. Hochreiner Stevia-Extrakt enthält mindestens 95 % Steviolglycoside. Die Steviolglycoside in hochreinen Extrakten nach der Extraktion und Reinigung sind die gleichen, die auch im Steviablatt vorkommen.

Hochreiner Stevia-Extrakt

Hochreine Stevia-Extrakte zeichnen sich durch einen hohe pH-Wert-und, Temperaturstabilität und eine lange Haltbarkeit aus; daher kann Stevia für eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensmittel und Getränke verwendet werden. Da hochreines Stevia nun für die breite Öffentlichkeit verfügbar ist, findet man Stevia in neuen und reformulierten Produkten und Lebensmitteln bzw. Getränken mit reduziertem Kaloriengehalt. Stevia wird von allen wichtigen Aufsichtsbehörden weltweit als unbedenklich eingestuft.7 In immer mehr Ländern erhält er die Zulassung auf der Grundlage umfassender wissenschaftlicher Studien, unter anderem Forschungsstudien an Tieren und am Menschen die belegen, dass Stevia für die gesamte Familie unbedenklich ist.

imgpreview-13Natürliche, kalorienfreie Süße aus Stevia

Stevia befindet sich weltweit in vielen Lebensmitteln und Getränken als natürliche Alternative zu kalorienhaltigen und kalorienfreien Süßungsmitteln. Neben der reduzierten Kalorienaufnahme besitzt Stevia keine Kohlenhydrate- oder beeinflußt die glykämische Last, ein Maß für den Kohlenhydrateinfluss auf den Blutzuckerspiegel.8 Stevia kann somit Diabetikern helfen, Süßes zu genießen, ohne dass sich dies auf ihre Blutglukose- und Insulinwerte auswirkt. Stevia ist ein gut schmeckendes Instrument für Menschen, die eine natürliche Süße genießen und gleichzeitig Kalorien im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung reduzieren möchten.  
CohenDer wissenschaftliche Berater des Global Stevia Institute, Dr. Jean Michel-Cohen, ist Bestsellerautor und international anerkannter Ernährungsexperte. Sein Buch The Parisian Diet: How to Reach Your Right Weight and Stay There („Die Pariser Diät: Wie Sie Ihr richtiges Gewicht erreichen und halten“) zeigt einen Ernährungsansatz, der die Freude am Essen zelebriert, und erklärt ,wie eine gesunde Ernährung eine große Auswahl an wohlschmeckenden Lebensmitteln enthalten kann. In „The Parisian Diet“ wie auch in anderen Werken empfiehlt Dr. Cohen, dass Menschen Süßes in Maßen mit intelligent ausgewählten Produkten und Süßungszusätzen wie Stevia genießen können. Hier ist ein Interview mit Dr. Cohen zu seiner Philosophie der Gewichtskontrolle.Es gibt viele Hypothesen und französische Ernährungsratgeber, die auf dem „Französischen Paradoxon“ basieren. Wie unterscheidet sich Ihr Ansatz?Mein Ansatz für eine gesunde Ernährung rührt aus der Pariser Tradition regelmäßiger, über den Tag verteilter Mahlzeiten aus frischen und gesunden Zutaten. Die Freude am Essen, während man gleichzeitig Gewicht verliert, macht aus der Diät keine Aufgabe, sondern eine Möglichkeit, einen Lebensstil zu entwickeln, der zu einer dauerhaft gesunden Ernährungsweise führt.Warum haben Sie „The Parisian Diet“ geschrieben?Ich habe „The Parisian Diet“ vor allem geschrieben, weil ich anderen dabei helfen möchte, ihr Zielgewicht zu erreichen und eine gesunde Ernährungsweise zu entwickeln. Meine Motivation basiert auch auf meiner persönlichen Erfahrung mit dem Kampf gegen Übergewicht, als ich ein Teenager war. Mit dem Älterwerden habe ich viele Menschen dabei beobachtet, wie sie sich durch moderne Diäten gequält haben, nur um wieder zuzunehmen, ohne die ihnen versprochenen Ziele zu erreichen. Ich habe eine Formel entwickelt, die in den letzten drei Jahrzehnten Millionen von Menschen erfolgreich bei der Gewichtsabnahme geholfen hat, und möchte jetzt noch mehr Menschen damit helfen.Wie können Menschen die Fallen von Jojo-Diäten und Neujahrsvorsätzen  vermeiden? Die konsequente Umsetzung von Vorsätzen ist eine wichtige Aufgabe, die ich in diesem Buch beschrieben habe. Der erste Schritt besteht darin, einen realistischen Maßnahmenplan zu erstellen. Es ist außerdem wichtig, auf einen Notfallplan zurückgreifen zu können, falls man zwischendurch von seinem Weg abkommt, sowie Strategien zu entwickeln, die dabei helfen, nicht wieder auf ungesunde Lebensmittel zurückzugreifen. „The Parisian Diet“ enthält praktische Tipps, wie man den Verlockungen im Supermarkt entgeht, wie man auch im Restaurant gesunde Mahlzeiten auswählen kann und wie man einen Notfallplan erstellt, der greift, wenn man mal ein wenig zu viel gegessen hat.Was sind Ihre Grundprinzipien für eine gesunde Ernährung? Die Grundprinzipien einer gesunden Ernährung sind kleine Portionen, intelligent ausgewählte Lebensmittel und ausreichend Bewegung. Sport ist dabei nicht unbedingt erforderlich. Es reicht schon, Bewegung in den Alltag einzubinden, indem man viel zu Fuß geht oder sich viel im Haushalt betätigt. Das sind Maßnahmen, die fördernd zur Gewichtsabnahme beitragen. Am wichtigsten für den Erfolg jedoch ist die Freude am Essen. Mit intelligent ausgewählten Lebensmitteln und ausgewogenen Mahlzeiten können Sie essen, ohne während der Gewichtsabnahme auf bestimmte Lebensmittel verzichten zu müssen.Wir werden ständig mit unzähligen unterschiedlichen Lebensmitteln konfrontiert. Wie können Menschen jeden Tag wieder eine gesunde Wahl treffen?Es gibt psychologische und kulturelle Faktoren in unserer Ernährungsweise. Diese begegnen uns jeden Tag. Deshalb habe ich einige wesentliche Lebensmittel ausgewählt, die Sie immer in Ihrer Küche haben sollten, wie Joghurt, frisches oder tiefgefrorenes Gemüse, Gemüsesuppen, Fisch und Meeresfrüchte, Käse und Eier. An Getränken sollten Sie zum Beispiel stilles oder mit Kohlensäure versetztes Wasser, Tee, schwarzen Kaffee und kalorienreduzierte Limonaden zu sich nehmen. Sie können manche Lebensmittel intelligent ersetzen, um Kalorien zu sparen, ohne auf den Genuss verzichten zu müssen. Wenn Sie sich zum Beispiel für Stevia entscheiden, können Sie Kalorien reduzieren und gleichzeitig den süßen Geschmack Ihrer Lieblingslebensmittel und -getränke genießen.Wie können es Menschen schaffen, diese Änderungen ihrer Ernährungs- und Lebensweise konsequent beizubehalten? Mein Plan sieht vor, dass eine gesunde Ernährung und Lebensweise nach und nach in den Alltag übergeht und zur Gewohnheit wird. Am Ende hat man gelernt, wie man seinen neuen Lebensstil beibehält. Es gibt Praktiken, die einem dabei helfen können. Der Besuch einer Selbsthilfegruppe während der Gewichtsabnahme erhöht die Erfolgschancen, weil Gemeinsamkeit stark macht — zusammen sind wir erfolgreicher als allein. Darum konzentriert sich meine Methode auf die Gemeinschaft. Wir motivieren die Leser, aktiv zu werden und sich an Blogs und Foren zu beteiligen. Mit der Zeit werden eine gesunde Ernährung und Lebensweise automatisch zur Gewohnheit und stellen keine Herausforderung mehr dar.

AshwellDer Kampf gegen Adipositas mit Hilfe natürlicher Süßstoffe

Dies ist ein Auszug aus einem Artikel zur Beruflichen Weiterbildung, geschrieben von Margaret Ashwell, PhD OBE, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des GSI, und veröffentlicht von der britischen ernährungswissenschaftlichen Vereinigung British Dietetics Association (Verband britischer Ernährungsmediziner) im Dezember 2011 in der Ausgabe von Dietetics Today, einer monatlichen Fachzeitschrift für registrierte Ernährungswissenschaftler in Großbritannien. Den vollständigen PDF-Artikel können Sie hier herunterladen. Weitere Informationen über Dietetics Today und der British Dietetics Association finden Sie unter: http://www.bda.uk.com/Adipositas – eine globale Epidemie Die zunehmende Verbreitung von Adipositas stellt weltweit ein großes Gesundheitsproblem dar, das eine große finanzielle Belastung aufgrund damit verbundener Krankheiten, allen voran Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs, bedeutet. 1 Aktuelle Daten prognostizieren 65 Millionen mehr fettleibige Erwachsene in den USA und 11 Millionen mehr fettleibige Erwachsene in Großbritannien bis 2030. Dies wiederum würde über sieben Millionen mehr Fälle von Diabetes, sechs Millionen mehr Fälle von Herzkrankheiten und Schlaganfällen und eine halbe Million mehr Fälle von Krebs in den USA und Großbritannien zusammen nach sich ziehen. Die gesamten medizinischen Kosten in Verbindung mit der Behandlung dieser vermeidbaren Krankheiten werden schätzungsweise bis 2030 um rund 55 Milliarden Dollar pro Jahr in den USA und ungefähr um £2 Milliarden pro Jahr in Großbritannien steigen.Die Form ist wichtiger als das Gewicht. Konzentrieren wir uns auf die „Äpfel“ Es gibt viele Strategien für die Behandlung von Übergewicht und fettleibigen Menschen, unter anderem Diät, Bewegung, Medikamente, Verhaltenstherapien, Operationen und viele Kombinationen dieser Behandlungen. Doch es ist ebenso wichtig, die Menschen zu erkennen, die eine große Wahrscheinlichkeit haben, einmal fettleibig zu werden, und jene zu unterscheiden, die die größten Gesundheitsrisiken aufweisen, wenn sie es werden. Diesbezüglich ist es einfacher, in Formen und nicht in Gewichtsklassen zu denken. Es wird nun allgemein akzeptiert, dass die Gesundheitsrisiken der Fettleibigkeit höher bei Menschen mit Stammfettsucht sind, den so genannten „Äpfeln“, als bei Menschen ohne Stammfettsucht, den sogenannten „Birnen“.2  Die Stammfettsucht spiegelt in der Regel sehr starke Ablagerungen an intra-abdominalem Fett wider, das metabolisch aktiver zu sein scheint und Diabetes, Bluthochdruck und andere Faktoren in Bezug auf das Herz-Kreislauf- und Stoffwechselrisiko fördert.Der einfachste Weg, die Form festzustellen, besteht darin, das Verhältnis von Taillenumfang zur Körpergröße (Waist to Height Ratio – WHtR) zu berechnen, bei dem der Taillenumfang durch die Körpergröße geteilt wird. Wenn der Taillenumfang mehr als die Hälfte der Größe beträgt, ist das WHtR größer als 0,5 und Ihr Patient sollte „Maßnahmen in Erwägung ziehen“. Wenn das WHtR über 0,6 liegt, muss Ihr Patient „Maßnahmen ergreifen“, um Gesundheitsprobleme zu vermeiden. Dieser Rat gilt auch für Menschen, die gemessen am BMI ein normales Gewicht haben–Menschen mit einem BMI zwischen 20 und 25.3 Mit Hilfe der Ashwell Formentabelle unten können Sie die Patienten ermitteln, die Ihre Hilfe am meisten benötigen, um ihre Ernährung und Lebensweise für eine Gewichtskontrolle zu ändern.Die Rolle von Süßstoffen bei der Kalorienreduzierung Einer der einfachsten Wege, Kalorien in der Ernährung zu reduzieren, besteht darin, den Zucker in gesüßten Lebensmitteln und Getränken entweder ganz oder teilweise durch nicht-nutritive Süßstoffen (NNS) zu ersetzen. 100 g Zucker enthalten ungefähr 400 Kalorien. Um zum Beispiel den persönlichen Verbrauch um 100 Kalorien pro Tag zu reduzieren, wie zurzeit von britischen Gesundheitsbehörden empfohlen, müssten nur 25 g Zucker durch NNS ersetzt werden — ungefähr sechs Teelöffel.Nachdem NNS schon 40 Jahre lang auf dem Markt sind, treten wir nun ein in eine neue Phase der NNS-Entwicklung — die natürlichen NNS — die dem Trend nach natürlicheren Produkten entsprechen. Hier setzt Stevia an. Stevia ist der erste natürliche, kalorienfreie Süßstoff, der von der Lebensmittel- und Getränkeindustrie auf dem Markt eingeführt wurde. Es handelt sich um einen Süßstoff, der bis zu 400 Mal süßer als Saccharose ist.Welchen Nutzen haben Ihre Patienten von Stevia? Gereinigtes Stevia ist natürlich, hitzestabil, nicht fermentierbar und nicht kariogen (d.h. es fördert keinen Zahnverfall). Stevia ist unbedenklich für Diabetiker und auch für Menschen mit Phenylketonurie (PKU) geeignet, die den NNS Aspartam nicht verwenden können, weil er die Aminosäure Phenylalanin enthält. In Bezug auf die süßen Bestandteile nimmt es eine einmalige Position ein, weil es direkt zwischen der Saccharose, die natürlichen Ursprungs, aber kalorienhaltig, und anderen NNS einzuordnen ist, die kalorienfrei, aber nicht natürlichen Ursprungs sind.Stevia steht den Verbrauchern auf vielerlei Arten zur Verfügung. Manchmal ist es der einzige Süßungstoff im Produkt, manchmal wird es mit anderen NNS kombiniert. Beide Optionen bieten eine kalorienfreie Süße. In anderen Fällen wird er mit Zucker kombiniert, um die Kalorien in Produkten wie Tafelsüße oder Softdrinks zu reduzieren. Heute ist Stevia weltweit in Hunderten von Lebensmitteln und Getränken enthalten.Doch was geschieht als nächstes? Besteht die Gefahr, dass Stevia den Appetit anregen könnte? Zum Glück kann diese Frage verneint werden, kurzfristig gesehen ist dies ausgeschlossen. Beim Verzehr von Stevia oder Saccharose berichteten sowohl schlanke als auch übergewichtige Erwachsene von einem ähnlichen Hunger- und Sättigungsgefühl und diejenigen, die Stevia erhielten, haben ihre Kalorienaufnahme bei der nächsten Mahlzeit nicht erhöht.4Fragen Sie Ihre Patienten nach ihrem Konsum von gesüßten Lebensmitteln und Getränken. Für viele von ihnen stehen bereits kalorienarme Alternativen zur Verfügung. Warum schlagen Sie ihnen nicht vor, diese auszuprobieren, und zeigen ihnen, dass dies ein einfacher Weg ist, Kalorien zu sparen, ohne auf den süßen Geschmack verzichten zu müssen? Wenn Ihre Patienten lieber natürliche Inhaltsstoffe verwenden möchten, können Sie ihnen von Stevia erzählen. Denken Sie daran, dass sie mit sechs Tassen Tee oder Kaffee, die mit Stevia statt mit Zucker gesüßt werden,100 Kalorien pro Tag sparen.

Ashwell ® Shape Chart

Die Ashwell ® Formentabelle basiert auf dem WHtR. Wenn sich die Form in der „Chilli“-Region (WHtR <0,4) befindet, sollte der Patient „aufpassen“. In der „Birnen“-Region (WHtR zwischen 0,4 und 0.5) hat der Patient eine gesunde „OK“-Form. Wenn die Form in den Region „Birne-Apfel“ fällt (WHtR zwischen 0,5 und 0,6), sollte der Patient „Maßnahmen erwägen“. Wenn die Form in die Region „Apfel“ fällt (WHtR > 0,6), kann die Gesundheit des Patienten gefährdet sein und er sollte „Maßnahmen ergreifen“. Shape Chart

QUELLENANGABEN

1. Garrow J. Treat Obesity Seriously – a clinical manual. Edinburgh: Churchill Livingstone. 1981.

2. Ashwell M. Shape: the waist-to-height ratio is a good, simple screening tool for cardiometabolic risk. Nutrition Today 2011;46:85-89.

3. Ashwell M, Gibson S. Waist to height ratio is a simple and effective obesity screening tool for cardiovascular risk factors: Analysis of data from the British National Diet And Nutrition Survey of adults aged 19-64 years. Obes Facts 2009;2:97-103.

4. Anton SD, Martin CK, Han H, Coulon S, Cefalu WT, Geiselman P, et al. Effects of stevia, aspartame, and sucrose on food intake, satiety, and postprandial glucose and insulin levels. Appetite 2010;55:37-43.


CohenDer Kampf gegen Übergewicht: Immer nur eine Kalorie auf einmal

Von Jean‐Michel Cohen, PhD, MD, wissenschaftlicher Berater des Global Stevia Institute, Ernährungsexperte und preisgekrönter Bestsellerautor zu den Themen Ernährung und Übergewicht.Die globale Epidemie der Adipositas breitet sich in Industrienationen immer weiter aus und gehört heute zu den größten Problemen der öffentlichen Gesundheit. 2005 waren ungefähr 1,6 Milliarden Erwachsene (ab einem Alter von 15 Jahren) übergewichtig (fast 25 % der Weltbevölkerung) und 400 Millionen Erwachsene waren fettleibig. Bis 2015 werden voraussichtlich ungefähr 2,3 Milliarden Erwachsene übergewichtig und mehr als 700 Millionen fettleibig sein.1Die grundlegende Ursache für Fettleibigkeit ist ein unausgewogener Energiehaushalt, d. h. es werden mehr Kalorien meist durch energiereiche, nährstoffarme Lebensmittel, die einen hohen Fett- und/oder Zuckergehalt haben, aufgenommen und weniger Kalorien aufgrund mangelnder körperlicher Bewegung verbraucht.Der Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken gilt als eine Quelle zusätzlicher Kalorien, die zu Gewichtszunahme und einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Bluthochdruck, Schlaganfall und bestimmte Krebsarten führen kann. Durchschnittlich verzehren Amerikaner 111 Gramm (450 Kalorien) Zuckerzusatz pro Tag, den Großteil davon durch Softdrinks.2 Das ist mehr als das Vierfache der von der American Heart Association empfohlenen Zuckermenge, die sich auf ungefähr 25 Gramm pro Tag für durchschnittlich große Frauen und knapp unter 40 Gramm für durchschnittlich große Männer beläuft.3Natürliche, kalorienfreie Süße mit Stevia Stevia, der Oberbegriff für die süßen Extrakte aus den Blättern der Stevia-Pflanze Stevia rebaudiana Bertoni, ist ein natürlich vorkommender, süß schmeckender, kalorienfreier Süßungsmittel. Es ist bis zu 200-300 Mal süßer als Zucker und wird mittlerweile weltweit in vielen Lebensmitteln und Getränken als natürliche Alternative zu kalorienhaltigen Süßstoffen eingesetzt.4Stevia reduziert nicht nur die Kalorienaufnahme, es veruracht zudem keine Kohlenhydrat- oder glykämische Last (ein Maß für den Einfluss von Kohlenhydraten auf den Blutzuckerspiegel). Es kann daher Diabetikern helfen, ihre postprandiale Blutglukose- und Insulinwerte zu kontrollieren. Mit niedrigeren Blutzuckerwerten und einer damit verbundenen niedrigeren Insulinantwort haben Menschen eine bessere metabolische und hormonelle Kontrolle über ihr Hungergefühl und mögliche Fettablagerungen und ein reduziertes Risiko für Adipositas und chronische Krankheiten.Stevia und Sättigung Eine klinische Studie hat die Wirkung von Stevia, Aspartam und Saccharose in Tests zur Lebensmittelaufnahme, Sättigung und zu den Glukose- und Insulinwerten nach dem Essen bei Menschen untersucht.5 Die Teilnehmer berichteten von ähnlichen Hunger- und Sättigungsgefühlen unabhängig vom verwendeten Süßungsmittel. Trotz der geringeren Kalorien, die mit Stevia oder Aspartam im Vergleich zu Tafelzucker (Saccharose) aufgenommen wurden, haben die Teilnehmer das Defizit nicht durch zusätzliches Essen ausgeglichen.Ist Stevia im Handel erhältlich? Stevia ist weltweit in vielen bekannten Lebensmitteln und Getränken von Markenherstellern in Supermärkten, Drogerien und großen Einzelhandelsläden erhältlich. Tatsächlich sind viele Menschen oft überrascht, wenn sie herausfinden, dass viele der Lebensmittel und Getränke, die sie bereits kennen und lieben, mittlerweile mit Stevia gesüßt werden. Hochreines Stevia-Blätterextrakt besitzt eine lange Haltbarkeit, eine hohe pH- und Temperaturstabilität und ist damit der ideale Zusatzstoff, um eine Vielzahl von Zubereitungen zu süßen. Und jetzt, da hochreines Stevia im Handel erhältlich ist, entwickeln die Hersteller weitere neue Optionen und Produkterweiterungen oder stellen bestehende Produkte um, um sie natürlich mit Stevia zu süßen. Stevia wird von der US-amerikanischen Lebensmittel- und Arzneizulassungsbehörde (Food and Drug Administration – FDA) sowie vom gemeinsamen Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe der WHO/FAO (JECFA) als unbedenklich eingestuft. Es wurde auch von Zulassungsbehörden in Europa, Kanada, Neuseeland und Australien zugelassen, da die zahlreichen wissenschaftlichen Nachweise, die unter anderem aus Tier- und Menschenstudien gewonnen wurden, gezeigt haben, dass Stevia für den Verzehr durch die ganze Familie unbedenklich ist.Lösungen für die globale Adipositas-Epidemie – insbesondere für die USA, Mexiko und Großbritannien, den Ländern mit dem weltweit höchsten Anteil an fettleibigen Menschen – beinhalten eine Reihe langfristiger Strategien – unter anderem Prävention, öffentliche Richtlinien und Gewichtskontrollprogramme. Die Menschen müssen ein stärkeres Bewusstsein für die Zuckerzusätze in ihrer Ernährung entwickeln, schlechte Ernährungsgewohnheiten und ihre Lebensweise ändern und diese Änderungen konsequent beibehalten, um ihre Kalorienaufnahme zu reduzieren. Gleichzeitig müssen sie sich mehr bewegen, um Kalorien zu verbrauchen. Die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Sportangeboten und einer Vielzahl von wohlschmeckenden, kalorienreduzierten Lebensmitteln, unter anderem Stevia, können bei diesen Lösungen eine entscheidende Rolle spielen.

QUELLENANGABEN

1 orld Health Organization. Accessed 11.2.10: http://www.who.int/dietphysicalactivity/en/.

2 Johnson RK, et al. Dietary sugars intake and cardiovascular health: a scientific statement from the American Heart Association. Circulation. 2009: 120: 1011‐1020.

3 American Heart Association. Sugars 101. Accessed 11/22/10 at http://www.heart.org/HEARTORG/GettingHealthy/NutritionCenter/Sugars‐101_UCM_306024_Article.jsp

4 PureCircle. Accessed 11.2.10: http://www.purecircle.com/

5 Anton, S.D., et al. Effects of stevia, aspartame, and sucrose on food intake, satiety, and postprandial glucose and insulin levels. Appetite (2010).


Keith Ayoob, EdD Global Stevia Institute Advisor, internationally known nutritionist, and Associate Clinical Professor of PediatricsKombination von Zucker & Stevia als erster Schritt zur Gewichtskontrolle

Von Keith Ayoob, EdD, RD, wissenschaftlicher Berater des Global Stevia Institute, international anerkannter Ernährungswissenschaftlicher und außerordentlicher klinischer Professor für PädiatrieDie Adipositas ist weiterhin eines der größten Gesundheitsprobleme weltweit. Verbraucher und Gesundheitsexperten gleichermaßen suchen nach Lösungen, um Kalorien bei der Gewichtskontrolle zu reduzieren. Während viele argumentieren, dass Lebensmittel und Getränke mit kalorienhaltigen Süßstoffen die Quelle eines Kalorienüberschusses sind, sieht die Wahrheit so aus, dass Menschen mit einer Vorliebe für Süßes geboren werden. Es ist daher unrealistisch anzunehmen, dass wir auf die Freuden des süßen Geschmacks verzichten. Ich sehe das regelmäßig in meiner Praxis, wenn ich Familien dabei helfe, Übergewicht und Adipositas in den Griff zu bekommen. Es fällt uns nicht immer leicht, diese ersten Schritte auf dem Weg zu einer besseren Ernährung zu finden.Die Lebensmittelindustrie ist bemüht, Lösungen für diesen Bedarf nach einem süßen, aber kalorienfreien Geschmack zu finden. Eine große Herausforderung besteht darin, die anderen funktionalen Vorzüge die Zucker—neben der Süße—hat, zu ersetzen. Das ist der Grund, warum wir oft bemerken, dass kalorienreduzierte Backwaren zum Beispiel weniger gut schmecken und aussehen. Gefrorene Desserts ohne Zuckerzusatz fühlen sich im Mund oft anders an. Diese Lebensmittel erfüllen nicht die Kundenerwartungen und, noch viel wichtiger, können sie glauben lassen dass Gesundheit und Geschmack nicht miteinander zu vereinbaren sind.Der Geschmacksvorteil einer Kombination – “Synergie der Süße” Kombinationen aus Zucker und Stevia können zusammen mit anderen natürlichen, kalorienarmen Süßungsmitteln dabei helfen, diese Situation zu ändern. Neue Produktentwicklungen, die Kombinationen aus nutritiven (kalorienhaltigen) und nicht-nutritiven (kalorienfreien) Süßungsmitteln einsetzen, führen zu Lebensmitteln und Getränken mit einem gemäßigten Kaloriengehalt, einer angenehmeren Süße, einem attraktiveren Geschmacksprofil und einem angenehmeren Mundgefühl für den Verbraucher1,2. In den letzten zehn Jahren wurde wurden verstärkt auf Kombinationen zweier einfacher Süßstoffe anstelle eines komplexen Sets, mehrfacher Optionen zur Erzielung des besten Geschmacksprofils gesetzt3. Diese Synergien zwischen den Süßstoffen können Verbrauchern wie meinen Patienten helfen, diese ersten Schritte zu machen, die so wichtig für ihre Gewichtsabnahme sind.Zum Beispiel Rebaudiosid A (Reb A, ein gereinigter süßer Extrakt aus der Stevia-Pflanze) zeigt eine herausragende Synergie mit anderen natürlichen Süßstoffen wie zum Beispiel Fruktose und Saccharose (Tafelzucker). Das Integrieren von Stevia in bestehende Rezepte hat viele spürbare Vorteile: Stevia ist 200-300 Mal süßer als Zucker und bei verschiedenen pH-Werten und extremen Temperaturen stabil, so dass es ideal zum Kochen, Einfrieren und Backen verwendet werden kann4. Mit einer Kombination aus Stevia und natürlichen kalorienhaltigen Süßungsmittel wie Fruktose und Zucker besitzt das Endprodukt das Volumen, die Struktur, die Integrität, das Mundgefühl, die Textur und das Geschmacksprofil, das Zucker bietet – und das Verbraucher erwarten – und kann dank der kalorienfreien, natürlich vorkommenden Süße von Stevia auf Kalorien verzichten. Diese optimale Kombination kann tatsächlich bevorzugten Lebensmitteln einen guten Geschmack verleihen aber mit deutlich weniger Kalorien.Führen kalorienreduzierte Produkte zu reduzierter Adipositas? Wenn mehr Optionen für eine kalorienreduzierte Ernährung zur Verfügung stehen, ist es einfacher, seine Gewichtsziele zu erreichen. Kombinationen mit Stevia sind eine Möglichkeit, auf natürliche Weise Kalorien zu reduzieren und eine weniger extreme und dafür zufriedenstellende Diät zu verfolgen, die wiederum zu langfristigen Ernährungsgewohnheiten führen kann. Wenn Menschen nicht mehr so viele Lebensmittel von ihrem Ernährungsplan streichen müssen, fällt die Wahl für gesunde Lebensmittel leichter und kann so zu einer dauerhaften Gewohnheit werden, insbesondere wenn Menschen wissen, dass sie nicht auf den Geschmack oder auf die Textur ihrer Lieblingslebensmittel verzichten müssen.Vielleicht helfen diese Kombinationen natürlicher Süßstoffe, eine „neue Normalität” für herkömmliche Getränke und Backwaren zu definieren. Wenn kalorienreduzierte Produkte genau so gut schmecken wie die kalorienreichen Produkte, besteht womöglich nicht länger der Wunsch, nach den kalorienreichen Produkten zu greifen. Manch einer wird vielleicht argumentieren, dass kalorienreduzierte Produkte nicht so sättigend sind und Menschen nach wie vor dazu neigen werden, zu viel zu essen, doch Studien zeigen gegenteilige Beobachtungen, wenn es um Stevia und Aspartam geht 5. Vielleicht könnten 85 Kalorien statt 140 Kalorien der neue Standardkaloriengehalt für eine 0,33-l-Limonade werden? Vielleicht könnten Muffins oder Kuchen nun 50 Kalorien weniger pro Portion enthalten? Kalorieneinsparungen können sich mit der Zeit summieren und Ärzten, die ihre Patienten darauf aufmerksam machen, ein weiteres Argument bei der Aufklärung und Gewichtskontrolle geben.Es ist Zeit, unseren Alles-oder-Nichts-Ansatz in Bezug auf Zuckerzusätze zu überdenken. Vielleicht können wir unsere Gewichtsziele einfacher erreichen, wenn wir kleine, einfache Schritte machen und Zucker teilweise durch Stevia ersetzen.

QUELLENANGABEN

1 Verdi R, Wood L. Advantages of alternative sweetener blends. Food Technology. 1993;47:94-102.

2 Walters E. 1993. High intensity sweetener blends. Food Product Design. 3 Schiffman S, Sattely-Miller E, Graham B, Booth B, Gibes K. Synergism among ternary mixtures of fourteen sweeteners. 2000;25:131-140. 4 Purkayastha S. Stevia – A natural for the beverages market. Australian Beverages Council. 2009. 5 Anton S, Martin C, Han H, Coulon S, Cefalu W, Geiselman P, Williamson D. Effects of stevia, aspartame, and sucrose on food intake, satiety, and postprandial glucose and insulin levels. Appetite. 2010;55:37-43.